Der Verein

Historie

FV Siersburg 1926 e.V.

 

1921-1970

Die Idee, einen Fußballverein zu gründen, entstand bereits im Jahre 1921. Siersburg, das damals noch aus den selbständigen Gemeinden Büren, Itzbach und Siersdorf bestand, war zu dieser Zeit stark von landwirschtaftlicher Haupt- und Nebentätigkeit geprägt. Für den "Kampf um den Ball" hatten nur sehr wenige etwas übrig. Im Allgemeinen hielt man den Fußballsport für eine unnütze Sache, die Zeit koste, und darüber hinaus sehr gesundheitsgefährdend sei. Trotz dieses für den Fußballsport ungünstigen Klimas gründeten erste Pioniere "Straßenclubs", die im Wettbewerb gegeneinander antraten. Die fortschreitende Organisation und Strukturierung des regionalen Fußballsports veranlasste die "Straßenmannschaftsfußballer" 1926 die Idee der Vereinsgründung in die Tat umzusetzen. Dies sei, so erzählt die Geschichte, vor allem den Kickern der "Brunnenstraße" (nach der Gemeindereform in "Zum Campingplatz" umbenannt) zu verdanken. Die Brunnenstraße, auch "Ecken" genannt (wird heute nur noch von wenigen Insidern so bezeichnet), wird als die eigentliche Keimzelle des organisierten und eingetragenen Fußballvereins Siersburg bezeichnet. Die Gründungsversammlung, an der etwa 25 Fußballinteressierte, fast alles Spieler, teilnahmen, wählten Martin Strauß (1. Vorsitzender), die Brüder Josef und Albert Cavelius, Heinrich und Emanuel Coassin sowie Johann Speicher, Matthias und Peter Bruss sowie Karl Serwe (1. Schriftführer) in den Vorstand. Ort der Versammlung war das Lokal Lanzrath (heute Alt Siersburg, vielen Sportfreunden auch noch als Lokal Paul Weber bekannt). Im Spieljahr 1927/28 nahm der Verein erstmals an einer Meisterschaftsrunde teil.

Die 1. Mannschaft bestand aus folgenden Spielern: Heinrich Dauster, Martin Jungmann, Albert Cavelius, Josef Cavelius, Peter Bruss, Nikolaus Bruss, Martin Strauß, Heinrich Coassin, Emanuel Coassin, Nikolaus Braband und Hubert Kind.

Der Spielbetrieb in den Gründerjahren wurde auf mehr oder weniger ebenen Wiesen durchgeführt. Als Tor dienten einfache Holzstangen, die mit einer Wäscheleine bespannt waren. Diese Tore hatten den Vorteil der schnellen Demontage, im die Spielfläche wieder landwirtschaftlichen Nutzung verfügbar zu machen. In der ersten Saison spielte die Mannschaft sogar, aufgrund fehlender Wiese, nur auswärts. Spielerkleidung und Fußballschuhe wurden von den Spielern selbst gestellt, wobei sich die meisten Spieler keine Fußballschuhe leisten konnte und in normalen Straßenschuhen spielten. Die Anreise zu Auswärtsspielen wurde meist mit dem Fahrrad durchgeführt. Spieler, die über keinen Drahtsessel verfügten, wurden von den anderen mitgenommen. Der Fußballverein entwickelte sich in den Folgejahren sehr positiv. Dies blieb auch dem Gemeinderat von Büren nicht verborgen und man entschloss sich, dem jungen Verein einen Sportplatz an der Nied anzulegen (heute ist der Ausdruck "Am alten Sportplatz" noch ein Begriff für Badefreunde). Dies und gute Vereinsarbeit trugen schon bald erste Früchte. Im Spieljahr 1932/33 wurde der FV Siersburg Meister der untersten Spielklasse. Die Anstrengungen wurden unvermindert fortgesetzt und der Verein wurde erneut mit einer Meisterschaft belohnt. In der Saison 1936/37 wurde der Aufstieg in die 1. Kreisklasse erreicht.

Bis zum Ausbruch des 2. Weltkrieges spielte der FV Siersburg eine gute Rolle in der 1. Kreisklasse. Der Kriegsausbruch brachte die Vereinstätigkeit durch die Einberufung der meisten aktiven Spieler fast zum Erliegen. Die Meisterschaftsspiele wurden mit Hilfe vieler jugendlicher Spieler ausgetragen. 1943 allerdings mußte, aufgrund der immer stärker werdenden Einberufung der jüngeren Jahrgänge, der Spielbetrieb gänzlich eingestellt werden.

Am 8. Mai 1945 schwiegen die Waffen in Deutschland. Zurückgeblieben war ein politisches, wirtschaftliches, kulturelles und sportliches Trümmerfeld. Trotz der Verluste, die auch dem Fußballverein zugefügt worden waren, begann auch hier der Wiederaufbau. Innerhalb kürzester Zeit gelang es, eine schlagkräftige Mannschaft zusammenzustellen. Teilweise auf abenteuerliche Weise gelangte man mit holzgefeuerten Lastwagen oder Traktoren zu den Fußballplätzen der Gegener. Trotz aller Bemühungen konnte in den folgenden Jahren der Abstieg bis in die unterste Klasse nicht vermieden werden.

Die Enttäuschung darüber wurde sehr schnell überwunden. Aufbauend auf einer breiten Jugendarbeit wurde in der Saison 1953/54 eine stark verjüngte 1. Mannschaft Meister in der Gruppe Merzig. Komplettiert wurde diese erfolgreiche Saison durch die Verleihung des Fairnesspreises und die Meisterschaft der 2. Mannschaft.

Ein weiterer Erfolg konnte in der Saison 1956/57 gefeiert werden. Das Erreichen des 3. Tabellenplatzes sicherte dem FV Siersburg bei der Klassenneueinteilung 1956/57 einen Platz in der A-Klasse. Zu dieser Zeit waren die mittlerweile beengten Platzverhältnissean der Nied entscheidend für die Anlage eines neuen Fußballplatzes: Dem Stadion "Hauzenbuckel".

Nachdem man im Spieljahr 1965/66 knapp dem Abstieg entgehen konnte, war dieser in der Saison 1966/67,ausgerechnet im Jahr des 40- jährigen Vereinsjubiläums, nicht zu vermeiden. Bis zum Jahre 1970 belegte die 1. Mannschaft in der B-Klasse immer Spitzenplätze,ohne daß der große Wurf gelang.

 

1970 - Heute

 

Der Aufstieg in die Bezirksliga

Im Spieljahr 1970/71 war es dann endlich wieder soweit. Im legendären Entscheidungsspiel am 6. Juni 1971 gegen die Sportfreunde aus Beaumarais, vor über 3000 Zuschauern auf dem Sportplatz "Papiermühle" in Dillingen, konnte erneut der Aufstieg in die A-Klasse (heute Bezirksliga West), gefeiert werden. In einem von beiden Seiten aufopferungsvoll geführten Spiel konnte sich unsere Mannschaft mit 3:2 durchsetzen. Auch die 2. Mannschaft errang in diesem Jahr, durch ein Entscheidungsspiel gegen Schmelz-Außen, in Nalbach die Meisterschaft.

In den Jahren nach dem Aufstieg spielte der FV Siersburg immer eine gute Rolle in der A-Klasse, mit Plazierungen im Mittelfeld. Ende der 70er, Anfang der 80er, geriet der Verein in eine sportliche Krise, konnte aber, mit Glück und Kampfeswillen, den Abstieg aus der Bezirksliga ( bei der Klassenneueinteilung 1978/79 wurde die A-Klasse in die Bezirksliga West überführt) vermeiden. Mitte der 80er Jahre kam man gestärkt aus der Krise und formierte aus eigenem Nachwuchs und erfahrenen Spielern eine 1. Mannschaft, die wieder im oberen Tabellendrittel mitspielte und auch Titelambitionen anmeldete, ohne sich jedoch die Meisterschaftskrone aufsetzen zu können.

Spielerabgänge machten zur Saison 1989/90 einen Neuaufbau der 1. Mannschaft erforderlich. Man entschloss sich vorwiegend auf den eigenen Nachwuchs und junge Spieler zu bauen, und nahm in Kauf, sich in den ersten Jahren "nur im Mittelfeld" zu plazieren. Das Siersburger Eigengewächs Uwe Klein übernahm als Spielertrainer zum ersten Mal die sportliche Verantwortung in Siersburg.

Zur Überraschung aller zeigte sich die neuformierte Mannschaft sehr leistungsstark und feierte bereits 3. Spieltage vor Saisonende die Meisterschaft und damit den Aufstieg in die Landesliga Südwest.

In den folgenden Spielzeiten der Landesliga Südwest bestätigte die 1. Mannschaft ihre Leistungsstärke. Während 7-jähriger Landesligazugehörigkeit war die schlechteste Plazierung der 5. Platz. Das Team belegte in der Saison 1994/95 und 1995/96 jeweils den 2. Platz. In der Spielsaison 1995/96 verpaßte man nur knapp, nach einem, bis zum letzten Spieltag spannenden Zweikampf mit dem SV 09 Fraulautern, den Aufstieg.

Als Top-Favorit in die Saison 1996/97 gestartet, hielt die Mannschaft nach anfänglichen und zwischenzeitlichen Problemen, dem starken Druck stand, und feierte am 11.05.1997 im "Wichtigsten Spiel der Vereinsgeschichte" gegen den FV 08 Püttlingen (Endstand 1:1) mit dem Aufstieg in die Verbandsliga Saar den größten Erfolg der Vereinsgeschichte. 

Nach mehreren Jahren in der damaligen Verbandsliga (heutige Saarlandliga), dem Rasenplatzbau und diversen Auf- und Abstiegen zwischen Bezirksliga und Verbandsliga übernahm Uwe Klein in der Saison 2010/11 wieder das Traineramt in Siersburg in der Verbandsliga Süd-West. Wie 15 Jahre zuvor schickten er und sein Team sich an, in die höchste saarländische Klasse, diesmal die Saarlandliga, aufzusteigen. In der Saison 2012/13 wurde man Zweiter und setzte sich in einem hochdramatischen Entscheidungsspiel gegen Steinbach, den Zweiten der Verbandsliga Nord-Ost, im Elfmeterschießen durch. Der Aufstieg war perfekt und so spielte man endlich wieder in der saarländischen "1.Liga". Ziel sollte es sein, in den nächsten Jahren diese Klasse zu halten. Und das sollte schwer genug werden.

Mittlerweile schrieb man das Jahr 2014 und es hatte tatsächlich geklappt. In einem furiosen Filiale fuhr man am Ende der Saison noch die nötigen Punkte ein. Ein knapper 3:2 Sieg im letzten, hochdramatischen Spiel in Primsthal sicherte schließlich den Klassenerhalt, obwohl man fast die ganze Saison auf einem Abstiegsplatz gestanden hatte. Wieder mal ein kleines Meisterwerk von Trainer und Taktikfuchs Uwe Klein, der trotz mehrerer Rückschläge im Verlauf der Saison persönlich immer vom Verbleib in der Klasse überzeugt war und aus der jungen, recht unerfahrenen Truppe mittlerweile eine tolle Einheit geformt hatte.  Ob es auch 2014/15 für den Klassenrehalt reichen wird, würde man dann schon sehen.

Und es hat dann tatsächlich gereicht. Im Gegensatz zur Vorsaison war der Klassenerhalt sogar schon mehrere Spieltage vor Ende der Saison unter Dach und Fach.

Die neue Saison 205/16 startete unter anderen Vorzeichen. Trainer Uwe Klein musste nach dem Abgang mehrerer Leistungsträger eine neue Mannschaft formen. Dennoch sollte es auch diesmal gelingen, sich in der höchsten saarländischen Klasse zu etablieren. Viele neue Spieler und CO-Trainer Benny Heinrichs, der Uwe Klein bei seiner Arbeit unterstützte, setzten alles daran, dieses Ziel zu erreichen und es wurde schließlich nach einem Herzschlagfinale am letzten Spieltag in Bübingen erreicht.

 

Eine Neue Ära

 

Nach 6 erfolgreichen Jahren löste Nico Granata die Siersburger Legende Uwe Klein 2016/17 als Trainer ab. Auch er wollte versuchen, die saarländische 1.Liga mit dem FVS zu halten und sich bereits recht früh auf einen Platz im gesicherten Mittelfeld vorzuarbeiten. Das hat leider nicht funktioniert und so musste der FV Siersburg am Ende als Tabellenletzter den Weg zurück in die Landesliga antreten.

Dort werden Nico Granata und CO-Trainer Jose Niethammer 2017/18 alles daran setzen, im obere Tabelldrittel mitzuspielen. Nicht ganz einfach, bei einer neu formataierten, jungen Mannschaft. Man wird sehen, welcher Platz am Ende herausspringt ......

 

 

90 Jahre FV Siersburg 

Der FV Siersburg feierte am 27.08.2016 auf demHautzebbuckel seinen 90. Geburtstag. Lesen Sie dazu auch die Pressing-Jubiläumsausgabe im Archiv.

 

Diese Chronik und vor allem das historische Fotomaterial werden wir nach und nach ergänzen. Schauen Sie einfach hin und wieder mal auch in dieser Rubrik der FVS-Homepage. 

 


 



Eine neue Ära mit Nico Granata bricht an
Erfolgstrainer und Siersburger Urgestein Uwe Klein beim Saarlandpokalhalbfinale gegen den 1.FCSaarbrücken 2013
Der Aufstieg in die Saarlandliga 2013, Auszug aus Pressing
Das Aufstiegsteam 2012/13 als Gemeindepokalsieger 2013
Auszug aus der Chronik: Der legendäre Aufstieg in die höchste saarländische Klasse 1997
Auszug aus der Chronik: Die Aufstiege 1970/71 und 1989/90

Weiteres historisches Fotomaterial

Die legendäre Meistermannschaft von 1970/71
Die legendäre 2.Mannschaft von 1988/89, Meister in der Bezirksliga West
Der Aufstieg in die Verbandsliga 1996/97

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